Schulkonzept

 

Schulleitbild der Grundschule Bibersfeld vom 10.12.18


Wertschätzung der Kinder:

  • Jedes Kind ist uns in seiner Persönlichkeit wichtig.
  • Wir leben Vielfalt durch persönliche Zuwendung und Toleranz.
  • Durch eine ermutigende und vertrauensvolle Lernatmosphäre stärken wir das Selbstvertrauen und die Selbständigkeit der Kinder.
  • Wir schaffen vielfältige Grundlagen für die eigene Bildungsbiografie.

Unser Miteinander:

  • Eine vertrauensvolle Atmosphäre und ein wertschätzender und respektvoller Umgang sind uns wichtig.
  • Verbindliche Regeln und Rituale strukturieren unseren Schulalltag.
  • Wir leben und erleben Gemeinschaft im Team mit Kindern, Eltern und allen am Schulleben Beteiligten.
  • Wir sehen die kurzen Wege und die Möglichkeiten des schnellen Austauschs als Chance und Stärke unserer kleinen Schule.

Verbundenheit unserer Schule:

  • Die Verbundenheit unserer Schule mit den kulturellen, geschichtlichen und naturgegebenen Besonderheiten der Umgebung bringen wir in einem nachhaltigen Unterrichtskonzept zum Ausdruck.

 

Pädagogische Erziehungs- und Unterrichtsarbeit

  • Grundlage für unsere Erziehungs- und Bildungsarbeit ist der Bildungsplan für die Grundschule aus dem Jahr 2016. Wir legen Wert darauf, die SchülerInnen an ein breites Spektrum unterschiedlicher Lernmethoden heranzuführen. Dabei nehmen Wochenplan, Lerntheke, fächerübergreifender Unterricht und projektbezogenes Arbeiten einen großen Stellenwert ein. Die Themen werden dem Alter und dem Umfeld der Schüler entsprechend ausgewählt oder von den Schülern mit eingebracht.
  • Um den Leistungsstand der Kinder zu überprüfen, werden Lernstandserhebungen durchgeführt (u.a. VERA - Vergleichsarbeiten in Klasse 3). Außerdem wird die Lernausgangslage des einzelnen Kindes in jedem Schuljahr in den Fächern Deutsch (Rechtschreibung und Lesen) und Mathematik durch normierte Tests bestimmt. Anschließend werden Fördermaßnahmen auf die Klassen bzw. einzelne Kinder abgestimmt. Wenn unsere Schule vom Schulamt Deputatsstunden zur individuellen Förderung erhält, findet der Förderunterricht als Differenzierungsmodell im Zweipädagogenunterricht während des regulären Unterrichts statt.
  • Außerschulische Lernorte (z.B. Wald, Bach, Bienen, Bauernhof, Handwerker, Museum...) ergänzen den Unterricht.

 

Sozialer Bereich

  • Wir stärken durch Zuwendung, Ermutigung und Lob das Selbstwertgefühl jeden Kindes.
  • Wir achten konsequent auf einen freundlichen Umgangston und fördern gegenseitige Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft der Kinder.
  • Bei Anzeichen von Ausgrenzung oder Mobbing greifen wir rasch ein, um Kindern die Freude an der Schule zu erhalten.
  • Feste und Feiern, Projektwochen und Projekttage, Ausflüge, Wandertage und Lerngänge einzelner Klassen, klassenübergreifend oder auch die wir ganze Schulgemeinschaft prägen das Gemeinschaftsleben und fördern so eine angenehme Atmosphäre in den Klassenzimmern und im Schulhaus.
  • Jeden Montag findet im Anschluss an die Chorstunde ein Kinderplenum statt, an dem wichtige Absprachen als Schulgemeinschaft getroffen werden als auch zu Beginn eines neuen Monats das "Motto des Monats" vorgestellt wird. Hierbei handelt es sich immer um eine Aufgabe im Sozialkompetenzbereich (z.B. "Wir sind höflich zueinander", "Wir sagen "Bitte" und "Danke"", "Wir lösen unsere Streitigkeiten mit Wörtern",...)
  • Die Schule engagiert sich in Zusammenarbeit mit "MuT" (Mitmachen und Teilen) für deren Kinderprojekt in Rumänien (Weihnachtspäckchen, Spendensammlung).

 

Lernbereiche

  • In allen Unterrichtsfächern werden die im Kollegium vereinbarten Lernmethoden und Lernstrategien beachtet.
  • Alle LehrerInnen halten sich an die vereinbarten Regelungen zur Leistungsbewertung.
  • Ganzheitliches Lernen bezieht sowohl die Lebenswelt der Kinder ein, wie auch die ganze Bandbreite des Erfahrungslernens mit allen Sinnen.
  • Selbständiges Arbeiten wird ab Klasse 1 gefördert.
  • Das Arbeiten mit einem Partner oder einer Gruppe mit wechselnden Partnern verstärkt in besonderem Maße den sozialen Umgang und die Teamfähigkeit der Kinder.
  • Neue Medien werden in allen Klassenstufen einbezogen.

 

Besondere Regelungen für das Fach Deutsch

  • Ab Klasse 1 werden in jeder Klasse Lernstandserhebungen durchgeführt. Die Schwierigkeiten bei der Beherrschung der Rechtschreibstrategien können so frühzeitig erfasst und durch entsprechende Fördermaßnahmen behoben werden.
  • In Elterngesprächen dienen die Ergebnisse dazu, mit den Eltern gezielte Hilfestellung für die häusliche Übung und Unterstützung abzusprechen.
  • Die Klassenkonferenz beschließt, welche Kinder besondere Förderung im Lesen und/oder Rechtschreiben erfahren müssen.
  • Bei der Note im Fach Deutsch werden bei LRS-Schülern die Schwierigkeiten im Lesen und/oder Rechtschreiben berücksichtigt und geringer gewichtet.
  • Ein Schwerpunkt liegt auf dem Bereich Lesen und Lesefähigkeit. Die Schule besitzt eine altersstufengerechte Schulbibliothek.
  • Die Lesefreude und Leseförderung wird durch die gemeinsame Lektüre von Ganzschriften unterstützt, sowie durch Vorlesen im benachbarten Kindergarten und durch Lesepaten während der einstündigen "Lesezeit" pro Woche angeregt. Jahrgangsübergreifendes Vorlesen wird von den Schülern aktiv und passiv gerne angenommen.
  • Ab Klasse 1 können unsere Schüler die Internetplattform "ANTOLIN" (www.antolin.de) nützen.
  • Alle Kinder bearbeiten jeden Nachmittag als Hausaufgabe Wochenwörterlisten. Somit absolvieren die Kinder über Jahre ein tägliches Rechtschreibtraining.

 

Schwerpunkte im Bereich Sachunterricht

Die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern zeigt sich vor allem im Fach Sachunterricht.

  • Im 1. Schuljahr wird die Verkehrserziehung in besonderer Weise beachtet, damit die Kinder selbständig und sicher ihren Schulweg bewältigen können.
  • Ein weiterer Schwerpunkt der Verkehrserziehung liegt im 3. und 4. Schuljahr. Die Jugendverkehrsschule führt in der Klassenstufe 4 die praktische Radfahrausbildung mit Fahrprüfung durch.
  • Die Klasse 3 und 4 nehmen am ADAC-Jugend-Fahrrad-Turnier teil, das die Schule in jedem Jahr unter Mithilfe der Eltern durchführt.
  • Im Bereich der Gesundheitsförderung nehmen wir die Angebote der Aktionen für Zahngesundheit und gesunde Ernährung wahr, die in allen Klassenstufen durchgeführt werden.
  • Nach Möglichkeit werden außerschulische Lernorte einbezogen (Bach, Wald, Imker, Landwirtschaft, Handwerk, Feuerwehr, Wasserver- und -entsorgung,...).
  • Ein Besuch im Freilandmuseum Wackershofen gibt einen Eindruck von ländlichen Arbeitsabläufen in früheren Zeiten. Das Hällisch-Fränkische Museum berichtet wiederum von der Geschichte unserer Gegend.

 

Schwerpunkte im Bereich Musik und Kunst/Werken

  • Im Unterricht Kunst/Werken erhalten alle Kinder die Möglichkeit, ihre kreativen Fähigkeiten selbständig und frei zu entfalten und vielfältige Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Gestaltungsmaterialien zu machen. Dabei sind uns unter anderem die Kulturtechniken Weben, Nähen, Sticken, Häkeln und Stricken wichtig, als auch die Holzbearbeitung. Aktuelle Trends wie Filzen etc. greifen wir auf.
  • Der Bereich Musik spiegelt sich in Musik- und Theateraufführungen wieder, die die Klassen selbst einstudieren.
  • Regelmäßig werden Künstler (Puppenspieler, Zauberer,...) zu Aufführung in die Schule eingeladen.
  • Die Kunsthalle Würth bietet eine Möglichkeit, über außerordentliche Ausstellungen Anregungen im Gegenstandsbereich Kunst/Werken zu bekommen und sich über viele Künstler zu informieren.

 

Fördermöglichkeiten

  • Die Schule bietet Fördermöglichkeiten an, wenn sie genügend Deputatsstunden dazu vom Staatlichen Schulamt Künzelsau erhält.
  • Darüber hinaus werden bei Bedarf individuelle Förderpläne mit dem Beratungslehrer erstellt.
  • Außerdem können Eltern ihre Kinder nach einem festgestellten Förderbedarf durch einen Beratungslehrer um einen Platz an einem Förderunterricht an einer für unsere Schulen zuständigen LRS- und Dyskalkuliestandort anmelden (LRS Standort: GS Michelfeld, Dyskalkuliestandort: Rollhofschule).
  • Eine Zusammenarbeit besteht außerdem mit der Sprachheilschule, dem sonderpädagogischen Dienst und der Kinderakademie.

 

Schulchor

  • Der Schulchor findet bei uns als verbindliches Element für alle an der Schule angemeldeten Kinder statt. Er ist als Teil des Pflichtunterrichts "Musik" zu verstehen. Die Kinder treten bei verschiedenen öffentlichen Anlässen (Weihnachtsfeier, Maibaumes, Schulabschlussfeier,...) auf.

 

Arbeitsgemeinschaften

  • Für die Erst- und Zweitklässler findet ein Erste-Hilfe-Kurs für Kinder statt.
  • Die Kinder der 2. bis 4. Klasse können im Haus einen preiswerten Flötenunterricht besuchen. In den Räumlichkeiten der Schule können die Kinder am Nachmittag Melodika-oder Klavierunterricht erhalten. 
  • Engagierte Eltern können ebenfalls Arbeitsgemeinschaften anbieten. Sie sind über das Jugendbegleiterprogramm versichert.

 

Zusammenarbeit mit den Eltern

Eine offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern ist uns wichtig.

  • In den schulischen Gremien, Schulkonferenz und Elternbeirat werden alle schulischen Belange offen und vertrauensvoll besprochen.
  • Die Eltern werden umfassend informiert und nehmen ihr Mitbestimmungsrecht wahr.
  • Die Eltern unterstützen alle schulischen Vorhaben und arbeiten aktiv mit.
  • In den Klassenpflegschaftssitzungen werden die Eltern über klassenspezifische Angelegenheiten unterrichtet. Es werden neben organisatorischen Themen, der Information über Lerninhalte und Bewertungskriterien von Schülerleistungen auch pädagogischen Themen besprochen.
  • Zu Beginn eines Schuljahres erhalten alle Eltern ein Faltblatt mit den wichtigsten Informationen zur Schule (ABC der Schule).
  • Elterngespräche können jederzeit vereinbart werden.
  • Zum Schulhalbjahr findet in jeder Klassenstufe ein ausführliches Lernentwicklungsgespräch für alle Eltern statt.
  • Besonders in der Eingangsstufe sind häufigere Gespräche wichtig, um den gemeinsame Erziehungs- und Bildungsauftrag von Eltern und Schule zu vereinbaren.
  • In allen anderen Klassenstufen sind Elterngespräche wichtig, um die persönliche und leistungsbezogene Entwicklung jedes Kindes zu beobachten und zu besprechen.
  • Die Entwicklung eines Kindes im Verlauf seiner Grundschulzeit, sein Lern- und Arbeitsverhalten, seine Eigenständigkeit, seine Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit sind im Hinblick auf den Übergang in die weiterführende Schule von besonderer Bedeutung. Die Lehrkräfte der Abschlussklassen bieten daher allen Eltern vor den Grundschulempfehlungen Gespräche an, um mit ihnen gemeinsam den besten Weg für das Kind zu finden.
  • Im Advent gestaltet jede Klasse für die Schulgemeinschaft einen "Adventsmontag", bei dem am Adventskranz gesungen, musiziert und Gedichte / Geschichten vorgetragen werden. In jedem zweiten Schuljahr erfolgt die Teilnahme am "Lebendigen Adventskalender" der Kirchengemeinde durch den Schulchor, zu dem auch die Eltern herzlich eingeladen sind.
  • Im Laufe eines Schuljahres kann jede Klasse einige Wochen innerhalb des Sportunterrichts das Lehrschwimmbecken am Berufschulzentrum nutzen. Der Schwimmunterricht wird von Eltern begleitet.
  • Handwerklicher Unterricht wird häufig durch Elternmitwirkung unterstützt. 
  • Ebenso stehen Eltern als Lesepaten und als Betreuung bei Lesenächsten zur Verfügung.
  • Außerschulische Veranstaltungen (Kinderfest, Jahresausflug, Wandertage,...) werden durch Elternbegleitung ermöglicht.
  • An schulischen Veranstaltungen (Einschulungsfeier, Flohmarkt, Schulfest,...) tragen viele Eltern zu einem reichhaltigen Buffet bei. Die Bewirtung übernimmt in der Regel der Elternbeirat.

 

Elternabende

  • Im Rahmen der Kooperation von Kindergarten und Grundschule findet für die Eltern der künftigen Schulneulinge vor der Schulanmeldung ein Informationsabend zum Thema "Schulfähigkeit" statt.
  • Die Eltern der Schulneulinge werden in der ersten Schulwoche - vor der Einschulung ihrer Kinder - zu einem Elternabend eingeladen und über Arbeitsweisen und Besonderheiten im ersten Schuljahr informiert.
  • Zu einem Informationsabend über die weiterführenden Schulen werden die Eltern der Klassen 4 im ersten Halbjahr des 4. Schuljahres eingeladen.
  • Bei Bedarf finden klassenübergreifende Elternabende zu pädagogischen Themen für alle Eltern der Schule und des Kindergartens statt.

 

Kooperation Kindergarten - Grundschule

Die Präsentation mit dem Kindergarten (Kindertageseinrichtung Bibersfeld) ist für unsere Schule wichtig und wird von allen Beteiligten unterstützt.

  • Unsere Kooperationslehrerin plant und organisiert unterschiedliche Kooperationsmaßnahmen.
  • Die Kooperationslehrerin besucht auf Einladung den Elternabend für die "Vorschüler" der Kindertageseinrichtung und informiert die Eltern über ihre Funktion und Möglichkeiten. 
  • Sie lädt die Eltern der Schulneulinge zum ersten Elternabend ein.
  • Sie nimmt gemeinsam mit der Schulleitung an einer gemeinsamen Besprechung zum Kindergarten teil. Dabei werden Aktionen, wie Unterrichtsbesuche oder Besuche im Kindergarten abgesprochen und terminlich fixiert. Weitere wichtige Themen, die den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule betreffen, werden erörtert.
  • Alle künftigen Erstklässler besuchen an einem Vormittag den Unterricht in Klasse 1 und verbringen die große Pause mit den Schulkindern. Ein Gegenbesuch in den ehemaligen Gruppen wird von den Erstklässlern sehr geschätzt.
  • Die Grundschule beteiligt sich am Laternenumzug der Kindertagesstätte.
  • In der Adventszeit treffen sich "Vorschüler" und Erstklässler zum gemeinsamen Singen.
  • Im Rahmen der Kooperation wird der Kindergarten zu Hauptproben von schulischen Aufführungen (Adventsfeier, Schulabschlussfeier,...) eingeladen. 

 

Präsentation nach außen

  • Die Eltern aller Grundschüler erhalten ca. viermal pro Schuljahr einen Rundbrief, der wichtige Schulentwicklungsneuigkeiten zum Thema hat als auch Platz für Termine lässt.
  • Ein Schaukasten am Schulgebäude informiert über aktuelle Termine und Veranstaltungen.
  • Innerhalb der Klasse werden in unregelmäßigen Abständen Elternbriefe ausgegeben.
  • Die regionale Zeitung und das Mitteilungsblatt der Gemeinde berichten immer wieder über Neuigkeiten an der Grundschule. 

 

Stand: 15.01.18